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Krankenhaus Entasekera – Kenia – Dr. Maria Schiestl

Region Tirol/Centennialprojekt

Seit 2005 erbringt die Zillertalerin Dr. Maria Schiestl im Süden Kenias eine medizinische Großleistung. Als alleinverantwortliche Ärztin im Krankenhaus Entasekera, in den Loita Hills im Süden Kenias, bringt sie den Bewohnern der Region mit der Größe von Vorarlberg einen Zugang zu moderner medizinischer Versorgung.

Es ist eine der ursprünglichsten Regionen Kenias, vom Tourismus weitestgehend unberührt, über ca. 120 km unbefestigte Straßen (oder Schlammpisten) meist schwierig zu erreichen – ohne öffentliche Verkehrsmittel, ohne Strom- und Wasserversorgung und ohne Telefonnetz. Die Massai leben dort als Halbnomaden und Viehzüchter. Die patriarchalischen Strukturen der Massai sind traditionell gewachsen, Polygamie ist üblich und Frauen gelten als Besitz ihres Mannes. Häusliche Gewalt ist oft anzutreffen und junge Mädchen werden häufig beschnitten – die Rechte der Frauen sind sehr begrenzt und Kinderreichtum ist üblich.

Dr. Maria Schiestl ist es gelungen, aus der in den 1990er-Jahren gegründeten Medikamentenausgabestation Schritt für Schritt ein „Health and Education Center“ zu etablieren. Das Versorgungsgebiet entspricht der Größe Vorarlbergs, mit ca. 30.000 Einwohnern. Die laufenden Kosten werden zu maximal einem Drittel von der kenianischen Regierung getragen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeiten liegt in der Schulung der Frauen durch Aufklärungsarbeit in regelmäßigen „Health Care“-Wochenkursen, im ambulanten und stationären Krankenhausbetrieb (u. a. Wundversorgungen, Versorgung von Verbrennungen und Abszessen, Behandlung von Infektionskrankheiten; Betrieb einer Apotheke und eines Labors) sowie in der Betreuung von 5 Außenstationen (u. a. Impfungen, Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen, Pilz- und Wurmbehandlungen).

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung von Augenkrankheiten. 2015 konnten bereits ca. 70 augenärztlich-chirurgische Eingriffe durchgeführt werden (wobei operative Eingriffe mangels Narkosegerät bzw. adäquater Stromversorgung dzt. ausschließlich in lokaler Betäubung durchgeführt werden können). Dr. Maria Schiestl ermöglicht durch ihren Einsatz und ihre Arbeit den traditionell lebenden Einwohnern zunehmend einen Zugang zu einer medizinischen Versorgung des 21. Jahrhunderts und mit Unterstützung von Lions soll eine Weiterentwicklung des Krankenhauses gewährleistet werden.