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LCIF: Der Kampf gegen Analphabetentum im Südsudan

Frauen und Kinder werden während der langen Wartezeiten bei der Wasserstelle unterrichtet.

Im kriegsgeschüttelten Südsudan müssen Frauen und Kinder oft kilometerweit bis zur nächsten Wasserstelle marschieren. Dort müssen sie dann oft noch stundenlang warten, bis sie ihre Wassergefäße füllen können. Das Fatale an der Situation: Es bleibt für die Kinder kaum Zeit, in die Schule zu gehen.

Der Südsudan hat die höchste Analphabeten-Quote der Welt. Nicht überraschend daher, dass es eine hohe Geburtensterblichkeit gibt. Forschungen der UNICEF zeigen klar den Zusammenhang zwischen Bildung der Mütter und der Gesundheit der Kinder auf. Im Südsudan besteht sogar eine hohe Todesrate bei Schwangeren mit Komplikationen. 1 von 10 Kindern stirbt im Südsudan noch vor dem 5. Lebensjahr.

Die Lions unterstützen mit LCIF (Lions Clubs International Foundation) eine praktische Lösung, um das Analphabetentum zu bekämpfen. LCIF stellte dafür einen Care4Grant zur Verfügung. Das Projekt sieht vor, dass das stundenlange Warten vor der Wasserstelle für den Unterricht genützt werden kann. Mit Unterstützung von LCIF werden Lehrer rekrutiert, geschult und ausgebildet, die vor Ort dieses Programm umsetzen können.

Entwickelt wurde dieses Programm in den USA, umgesetzt wird es im nördlichen Bahr el Ghazal im Südsudan seit 2008. Dieses Schulungscenter ermöglicht jede Woche mehr als 1.000 Frauen Bildung und Weiterbildung. Dieses Ausbildungs-Center unterstützt aber nicht nur Frauen, sondern ist auch bei der Ausbildung von Mitarbeitern im Gesundheitswesen und öffentlichen Bediensteten, wie auch Polizisten, geeignet.

Die Herausforderungen sind jedenfalls riesengroß! Im Südsudan ist durch die vielen und langjährigen Kriege auch die Infrastruktur fast total zerstört. Nur in wenigen Regionen gibt es fließendes Wasser, Strom, Krankenhäuser oder Schulen. Trotz Friedensvertrag dauern die Kämpfe nach wie vor an und dennoch gilt es, diesen armen Menschen zu helfen – zu helfen durch Hilfe zur Selbsthilfe. Bildung ist ein wesentlicher Beitrag dazu, weshalb dieses Projekt fortgeführt wird. Damit kann es gelingen, auch den Kindern Hoffnung zu geben.