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Lions-Zonenprojekt – Segel-Projekt Seestern

Was mit der Teilnahme an bestehenden Sozialprojekten begann, ist mittlerweile zu unserem eigenen „Segel-Projekt“ herangewachsen. Unter dem Motto „Seestern“ waren wir auch diesen Sommer wieder mit 11 Kindern und Jugendlichen zum Segeln in Kroatien.

Das Projektteam, Manfred Huemer und Harald Prückl vom Lions Club Kremsmünster und die pädagogische Leiterin Denise Isabelle Weidinger wurde von ihren Kolleg/Innen Stefanie, Christiane und Robert unterstützt. Die Vorbereitung des nächsten Projektes – eine professionelle Planung ist Voraussetzung – beginnt für die Mitglieder vom Lions Club Kremsmünster immer gleich nach der Rückkehr.

Unterwegs waren wir heuer mit zwei Schiffen. An Bord waren 5 bzw. 6 Jugendliche, jeweils zwei Sozialpädagogen und ein erfahrener Skipper. Direkt nach der Anreise mit 2 Bussen, einer davon wurde vom Autohaus EGGER aus Wartberg kostenlos zur Verfügung gestellt, ging es gleich auf die Schiffe. Das Wetter hat uns allerdings dazu gezwungen den ersten Tag aus Sicherheitsgründen in der Marina abzuwarten. Das Alternativprogramm lautete „Entdecken und Erkunden“ was es hier am Meer (viele der Jugendlichen waren das erste Mal dort) so gibt. Endlich besserte sich das Wetter, so hieß es raus aus dem sicheren Hafen und Unbekanntes erleben. Segel setzen, Kurs auf das erste Ziel und die Eindrücke wirken lassen.

Sozialpäd. Leiterin Denise Weidinger: „Immer wieder ist es nahezu unbeschreiblich, mit welcher Freude und Begeisterung die Jugendlichen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und sich auf die gruppendynamischen Prozesse auf diesem engen Raum, intensiv einzulassen und dabei eigene Grenzen zu erweitern.“

Die Zeit während den Fahrten zu den unterschiedlichen Plätzen und Zielen wird intensiv genutzt, um gemeinsam mit den Sozialpädagog/Innen den Jugendlichen eine Möglichkeit zu bieten, die Dinge, die sie belasten oder traumatisiert haben, zu benennen, aufzuarbeiten und mit Ritualen loszulassen. Dafür haben wir immer kleine Herzen aus Holz mit dabei, die von den Jugendlichen mit ihren Sorgen und Ängsten beschriftet und anschließend der Weite des Meeres symbolisch übergeben werden. Auch das Loslassen mit Luftballons wird jedes Mal mit großer Freude und Ritualwirkung angenommen. Die Kinder und Jugendlichen haben immer wieder Zeit und Gelegenheit, mit ihren Betreuern über ihre Themen zu sprechen und sich am Schiff, in der Gruppe beim Kochen, Knotenlernen, Mitwirken,… zu erproben.

Lions-Skipper H. Prückl: „Es ist schon faszinierend, wenn eine junge Dame, die seit geraumer Zeit eine Sozial- Phobie hat, d. h. sie meidet es, mit anderen Kontakt aufzunehmen, plötzlich aus der Kajüte eilt und sich gemütlich zum Skipper auf ein Tratscherl setzt.“

Lions-Skipper M. Huemer: „Gemeinsam geübt und verbessert wird auch das eine oder andere auf einem Segelschiff erforderliche Manöver. Die Jugendlichen sind mit großer Freude und Begeisterung bereit, ihre Aufgaben beim An- und Ablegen zu übernehmen. Die zu lernenden Knoten zum Festmachen der Fender oder zum Sichern des Schiffes werden mit Freude und Ehrgeiz gelernt und geübt.“

Einen besonderen Höhepunkt für die Jugendlichen stellt immer wieder die Übernahme des Ruders dar, begleitet und unterstützt vom Skippers. Das gibt den Jugendlichen die nötige Sicherheit, lässt die Rudergänger strahlen und freut uns als Begleiter, Betreuer und Organisatoren dieses Projektes.

Wir freuen uns schon auf die nächste Fahrt zum Seestern 2018. Uns freut dabei ganz besonders, dass dieses Clubjahr unser „Seestern“ zum Zonen-Projekt erklärt wird und damit, so hoffen wir, werden drei statt bisher zwei Schiffe unterwegs sein, ganz unter dem Motto: für den oder die (die wir dann zusätzlich mitnehmen können) macht es einen Unterschied.